Freitag, 7. Mai 2021,18.00 Uhr

Botticelli

Kunstgeschichtlicher Vortrag von Susanne Resch, Lübeck (online)

 

Sandro Botticelli (1445 – 1510) ist einer der bedeutendsten und sicher der bekannteste Maler der Frührenaissance. Im Florenz des 15. Jahrhunderts veranschaulicht seine Kunst den Repräsentationsanspruch und das Lebensgefühl einer hochkultivierten kaufmännischen Oberschicht. Eingebettet in die Kunstgeschichte seiner Zeit beleuchtet der Vortrag die Stationen von Botticellis Schaffen: Während seine frühen Madonnenbilder noch ganz dem Vorbild seines Lehrers Filippo Lippi verpflichtet sind, zeigen Botticellis Aktdarstellungen und Porträts ganz neue künstlerische Wege auf.

 

Den modernen Betrachter begeistern vor allem die mythologischen Bilder:  Ursprünglich als private Ausstattungsstücke für die Medici konzipiert, erscheinen sie uns heute als programmatische Darstellungen des Humanismus in der Renaissance und lassen den neuen Geist der Epoche unmittelbar lebendig werden.

 

Botticellis Idealporträts und seine späteren Madonnen entfalten einen Schönheitskult, der vor allem die englischen Präraffaeliten und in ihrer Folge den Jugendstil angeregt hat. Seitdem finden immer neue Generationen den Zugang zu seinen Bildern – mehr als ein halbes Jahrtausend nach seinem Tod hat Botticellis Kunst uns noch immer viel zu sagen.

 

Susanne Resch hat Kunstgeschichte und Romanistik an der Universität Regensburg studiert; die Malerei der Renaissance gehört zu ihren bevorzugten Interessensgebieten.

 

Anmeldung bitte bis zum 4. Mai 2021 bei Dörthe Klahn-Noll, klahn-noll@italia.de
Der Link zur Veranstaltung wird Ihnen zeitnah zugeschickt.

Mitglieder sind herzlich eingeladen, von Nicht-Mitgliedern erbitten wir eine kleine Spende  auf das Konto bei der Sparkasse Lübeck: IBAN: DE19 2305 0101 0014 4504 49.

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Mittwoch, 27. Mai 2021, 18.30 Uhr

Die Caprifischer – Italienschlager und Italienbild

Präsentation mit Musik von Dr. Alessandra Riva, Gießen (online)

In Zusammenarbeit mit der DIG Bremen

 

Basierend auf einigen Ergebnissen ihrer 2012 erschienenen Dissertation "Traumboote nach Italien, eine literatur- und kulturwissenschaftliche Untersuchung deutscher Italienschlager" (Wilhelmsfeld: Gottfried Egert Verlag, 2012) wird Dr. Alessandra Riva das Publikum in die Welt der Italienschlager führen.

In Deutschland sind zahlreiche berühmte, in den Fünfziger und Sechziger Jahren komponierte Gesangsstücke wie Capri-Fischer, Komm ein bisschen mit nach Italien oder Im Hafen von Adano immer noch populär. Auf deren Noten haben die Deutschen vor ein paar Jahrzehnten von Liebe, blauem Meer und Mandolinenklängen geträumt. Die Italienschlager sind aber nicht nur anspruchslose Unterhaltungsmusik, sondern spiegelten Gesellschaft und Geschichte wider und spielten eine wichtige Rolle in der deutschen Nachkriegszeit.

Dr. Riva wird zuerst die Gattung des deutschen Schlagers und die Entstehung der verbreitetsten Italienvorstellungen in Deutschland mit ihrem kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Hintergrund kurz vorstellen. Danach wird sie anhand von musikalischen Beispielen und Schlagertexten erläutern, an welchen Italien-Signalen, typischen Themen und Allgemeinplätzen die Italienschlager zu erkennen sind und wie sie damit die erzählten Situationen und die Zuhörer nach einem idealisierten Italien projizieren. Als Traumwelt der Liebe, der Musik, des Genusses, der malerischen Landschaften wurde Italien zu einem Mythos in den deutschen Italienschlagern, der zuerst einen Zufluchtsort für die Deutschen der Nachkriegszeit darstellte, später doch zu einem konkreten Reiseziel wurde. Trotz der Unannehmlichkeiten eines wirklichen Italienurlaubs und der weniger schönen Seiten des Landes bestand dieser Mythos in der deutschen Gesellschaft weiterhin und besteht heutzutage immer noch.

 

Anmelden können Sie sich bis zum 24. Mai 2021 bei Marion Bessert bessert@italia.de.

Der Link zur Veranstaltung wird Ihnen zeitnah zugeschickt.

Mitglieder sind herzlich eingeladen, von Nicht-Mitgliedern erbitten wir eine kleine Spende in beliebiger Höhe auf das Konto bei der Sparkasse Lübeck IBAN DE19 2305 0101 0014 4504 49.

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Freitag, 4. Juni 2021, 19.00 Uhr

Raffael - 500 Jahre "Bellezza divina"

Vortrag von Dr. Günter W. Hartmann, Hamburg

VHS–Aula, Falkenplatz 10

 

Innerhalb des Dreigestirns der Renaissance - Leonardo, Michelangelo und Raffael - kann man Letzteren begreifen als den Überbringer klassischer Schönheit, während Michelangelo uns angesichts der „terribilità divina“ in seinen Werken erschauern und Leonardo uns das tiefgründige Wissen seiner Epoche in seinen unzähligen Zeichnungen und den in Sfumato gehüllten Malereien erahnen lässt.

Die Anziehungskraft der Werke Raffaels blieb über Jahrhunderte ungebrochen. Eine wichtige Quelle für die Anmut seiner Figuren ist in der Ausbildung Raffaels bei Pietro Perugino zu finden. Dessen schlanke Gestalten sind in ihrer Geziertheit und Lieblichkeit Nachfahren des „Schönen Stils“ der gotischen Epoche. Unter dem Einfluss Leonardos gewinnen Raffaels Figuren Erdenschwere und menschennahe Körperlichkeit, was besonders bei den Madonnenbildern spürbar wird. Die Auseinandersetzung mit Michelangelo schließlich verleiht Raffaels Gestalten würdevolle Monumentalität, wovon die Fresken in S. Maria della Pace und die der Stanzen eindrucksvoll Zeugnis ablegen.

Anlässlich des Todestages des großen Renaissancemalers, der am 6. April 1520 frühvollendet mit nur 37 Jahren verstorben ist, gibt der Vortrag einen Einblick in die Entwicklung und die herausragende Bedeutung seines künstlerischen Werkes.

 

Dr. Günter W. Hartmann ist Kunsthistoriker und war bereits häufig Gast der DIG Lübeck.

 

In Zusammenarbeit mit der VHS Lübeck

Eintritt 7 € / 4 € DIG-Mitglieder

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Donnerstag, 1. Juli 2021, 18.00 Uhr

L'impero della polvere – Das Reich des Staubes

Moderierte Lesung in deutscher und italienischer Sprache mit Francesca Manfredi

und Dr. Francesca Bravi

Diele Lübecker Jugendring, Mengstraße 41

 

Dr. Francesca Bravi (CAU Kiel, Romanisches Seminar) stellt uns in ihrem Projekt LeggìIO das 10. Buch vor. In Lesung und lebendigem Dialog präsentiert sie den ersten Roman von Francesca Manfredi: L'impero della polvere (Verlag: La nave di Teseo).

Das Reich des Staubes erzählt die Geschichte der 12jährigen Valentina, die mit ihrer religiösen und strengen Oma und der wunderschönen, wilden Mutter auf dem Land in einem Haus mit dicken Mauern und kleinen Fenstern - dem „Reich des Staubes“ - aufwächst. Es geht in dem Roman um die Kraft von Familienbindung und um den Übergang vom Kind zum Erwachsenwerden.

 

L'impero della polvere – é la storia di Valentina, che ha 12 anni, una nonna religiosa e severa e una madre selvatica e bellissima. Loro vivono in una casa con i muri spessi  e poche finestre, le fondamenta forti, un impero di polvere che sembra durare da sempre.

Si tratta di un romanzo della forza quieta e inarrestabile sul potere arcaico dei legami famigliari, sulle minuscole e più intime rivoluzioni di un corpo in movimento e sull’istante esatto in cui un’infanzia finisce: quando le pareti vengono giù e le vite adulte si rivelano.

 

Eintritt frei

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Mittwoch, 18. August 2021, 19.00 Uhr

Die Marken - Natur und Kultur an der Adriaküste

Vortrag von Barbara Peters, München

Großer Saal der Gemeinnützigen, Königstraße 5

 

Die Marken, zwischen Adriaküste und Apennin gelegen, gehören zu den eher unbekannten Regionen Mittelitaliens. Reich an Kultur und abwechslungsreicher Natur, warten sie auf mit städtebaulichen Gesamtkunstwerken wie Ascoli Piceno oder Urbino, einem strahlenden Stern am Himmel der Renaissance. Die ehemalige Residenzstadt der Montefeltro mit ihrem großartigen Palazzo Ducale ist heute eine junge und lebendige Universitätsstadt. Große Künstler wie Raffael oder Lorenzo Lotto, Giacomo Leopardi, Pergolesi oder Rossini wurden in den Marken geboren. Die Hafenstadt Ancona, heute Hauptstadt der Region, wurde von den alten Griechen gegründet und zählte im Mittelalter zu den wichtigsten Seerepubliken Italiens.

 

Barbara Peters hat Kunstgeschichte und Archäologie studiert. Sie blickt auf eine langjährige Tätigkeit als Reiseleiterin zurück und führt in München Ihre eigene Agentur für Kulturreisen. Barbara Peters ist u.a. Autorin des Baedeker-Reiseführers "Zypern"; den Mitgliedern der DIG ist sie von zahlreichen überaus gelungenen Studienfahrten in Erinnerung.

 

In Kooperation mit der Gemeinnützigen

Eintritt 7 € / 4 € DIG-Mitglieder

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Mittwoch, 25. August 2021, 18.00 Uhr

„La bella musica italiana“

Konzert mit Semjon Kalinowsky, Viola, und Konrad Kata, Orgel,

und Lesungen von Dr. Chiara Matarese

Dom zu Lübeck, Mühlendamm 2-6

 

Der Bratschist Semjon Kalinowsky hat mit seinem Orgel-Partner Konrad Kata

ein Programm erarbeitet mit Werken italienischer Komponisten vom 16. bis zum 19. Jahrhundert, von Girolamo Frescobaldi über Benedetto Marcello, Domenico Scarlatti und Antonio Vivaldi bis zu Camillo Sivori.

Die Vorsitzende der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Kiel, Dr. Chiara Matarese, wird das Programm durch Lesungen ergänzen.

 

Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei.

Wir bitten um eine Spende zu Gunsten der Künstler.

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Einladung zur Mitgliederversammlung 2021

am Dienstag, den 31. August, 18.00 Uhr

K-Punkt, Parade 4, 23522 Lübeck

 

Tagesordnung:

1. Begrüßung

2. Feststellung der Beschlussfähigkeit/

Festlegung der Tagesordnung

3. Jahresbericht des Vorstands

4. Bericht der Schatzmeisterin/Haushaltsplan 2022

5. Bericht der Kassenprüfer

6. Aussprache zu den Berichten

7. Entlastung des Vorstands

8. Neuwahl des Schatzmeisters/der Schatzmeisterin

9. Verschiedenes

 

Anträge zur Ergänzung der Tagesordnung senden Sie

bitte bis zum 20. August 2021 per E-Mail an resch@italia.de  oder schriftlich an

unsere Geschäftsstelle.

 

Im Anschluss an den offiziellen Teil erwartet uns ein Kurzvortrag von Dr. Herbert Plöger zum Thema „Graffiti in Pompeji“ (s. unten)

 

Außerdem laden wir Sie nach dem Vortrag gern noch zu einem kleinen Imbiss ein.

Für die kulinarischen Genüsse ist dieses Mal gesorgt.

Dirk Schwensfeier (Gusto mio) wird ein Antipasti-Buffet zubereiten und

Armin Mann die passenden Getränke dazu anbieten.

Für die Planung bitten wir um Anmeldung bis zum 12. August

bei Bärbel Kuras-Berlin kuras-berlin@italia.de .

 

 

Das Beste aus der römischen Graffiti-Szene 

 

Der Vesuv-Ausbruch des Jahres 79 n. Chr. hat nicht nur Häuser, Tempel, Foren, Theater und

Menschen

verschüttet, sondern auch Tausende von Inschriften und Kritzeleien, die einen hervorragenden Zugang zur Alltagswelt - auch jener der kleinen Leute - der römischen Antike bieten.

Wie man sich begrüßte und beschimpfte, sein Warten auf die Freundin oder den Kollegen dokumentierte, sein Schulwissen unter Beweis stellte, einen Bordellbesuch nachbereitete oder den in der Arena erworbenen Ruhm von Star-Gladiatoren mehrte, all das tritt uns ungeschminkt entgegen.

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